Schutz vor Steinschlag wird in Grellingen verbessert
17.09.10
Die Waldeigentümer verbessern in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wald in den nächsten Wochen die Schutzfunktion des Waldes im Gebiet "Büttenenrain" in Grellingen. Die dazu nötigen Holzschläge führen in der ersten Etappe noch zu keinen Behinderungen auf der Strasse.
Rund 1'000 Hektaren Wald im Kanton Baselland schützen Mensch, Tier, Häuser, Bahnlinien, Strassen und andere Infrastruktur vor Steinschlag. Dieser Schutz ist nur möglich, wenn der Wald gepflegt wird. Denn Steinschlag verhindert der Wald dann, wenn er aus vielen Einzelbäumen besteht. Die Forstreviere müssen den Wald stetig verjüngen, damit möglichst viele Baumstämme vorhanden sind.
Verjüngen heisst, dass zahlreiche Bäume gefällt werden, um Jungwald aufkommen zu lassen. Etwa die Hälfte der 1'000 Hektaren Schutzwald haben die Waldeigentümer zusammen mit dem Amt für Wald in den letzten Jahren bereits saniert. Dank des neu wachsenden Waldes, der ständig gepflegt wird, bleibt die Schutzwirkung gleich oder erhöht sich sogar. Nur mässig oder ungenügend ist jedoch die Schutzfunktion der restlichen 500 Hektaren Schutzwald.
Die Situation hat sich mit den Waldschäden durch Nassschneefälle im Winter 2008/09 verschärft. Dabei wurden zahlreiche Wälder stark geschädigt und haben dadurch ihre Schutzwirkung beinahe verloren. Dies gilt insbesondere auch für den Schutzwald "Büttenenrain" in Grellingen. Dort sind immer wieder kleine Steinschläge festzustellen, und auch der bestehende, instabile Baumbestand ist eine Gefahr. Dies war mit ein Grund, diesem Projekt auf Stufe Kanton eine hohe Priorität einzuräumen und die Arbeiten bereits diesen Herbst in Angriff zu nehmen.
In einer ersten Etappe startet die Holzerei im oberen Bereich des Hanges. Um den Steinschlagschutz zu gewährleisten, werden Bäume etwa auf Brusthöhe abgesägt und Stämme, wo dies möglich ist, quer in den Hang gelegt und fixiert. Die aufwachsenden Jungbäume werden den Steinschlagschutz innerhalb weniger Jahre wieder vollständig übernehmen. Diese Arbeiten werden voraussichtlich vom 13. September bis 15. Oktober 2010 ausgeführt. Die Arbeiten führen im besagten Zeitraum zu keinen Behinderungen im Strassenverkehr.
Die grossflächigen Sanierungs- und Pflegemassnahmen sind aufgrund des instabilen Zustandes unumgänglich. Nur so kann die Schutzfunktion des Waldes erhöht werden. Allerdings dauert es einige Jahre, bis die Schutzfunktion wieder vollständig hergestellt ist.
Die Arbeiten werden unter Aufsicht des Amtes für Wald beider Basel und in Absprache mit dem Tiefbauamt unter der Federführung des Forstbetriebes Aesch ausgeführt.
Liestal, 1. September 2010
Amt für Wald beider Basel
Weitere Auskünfte:
Christian Gilgen, Amt für Wald beider Basel, Telefon 061 552 56 58 E-Mail christian.gilgen@bl.ch
Guido Bader, Amt für Wald beider Basel, Telefon 061 552 56 94 E-Mail guido.bader@bl.ch