Schutz vor Steinschlag wird in Grellingen verbessert
06.06.11
Die Waldeigentümer erhöhen in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wald in den nächsten Wochen die Schutzfunktion des Waldes im Gebiet "Büttenenrain" in Grellingen. Die Holzschläge in der dritten Etappe vom 6. Juni bis längstens 24. Juni werden so ausgeführt, dass Behinderungen auf der Strasse vermieden werden.
Rund 1'000 Hektaren Schutzwald im Kanton Baselland schützen Mensch und Tier sowie Häuser, Bahnlinien, Strassen und andere Infrastruktur vor Steinschlag. Dieser Schutz ist nur möglich, wenn der Wald gepflegt wird. Denn Steinschlag verhindert der Wald dann, wenn auf einer Fläche möglichst viele stabile Einzelbäume stehen. Mehr als die Hälfte des Schutzwaldes haben die Waldeigentümer zusammen mit dem Amt für Wald in den letzten Jahren bereits saniert.
Am Büttenenrain in Grellingen ist die Sicherheit in mehreren Etappen bereits verbessert worden. Die dritte Etappe der Holzereiarbeiten startet in den nächsten Tagen hinter den Häusern im Bereich der Tankstelle im Osten und dem Dorfzentrum. Da Steinschlagnetze gestellt werden, sind die Hauptstrasse und die Häuser darunter durch den Holzschlag nicht gefährdet.
Um den Steinschlagschutz für die nächsten Jahre zu gewährleisten, werden die Bäume etwa auf Brusthöhe abgesägt und Stämme – wo dies möglich ist – quer in den Hang gelegt und fixiert. Bäume, die aus Sicherheitsgründen nicht liegengelassen werden können, werden im August 2011 mit einem Helikopter ausgeflogen.
Diese dringend notwendigen Arbeiten werden vom 6. Juni bis längstens 24. Juni 2011 ausgeführt. Sie waren ursprünglich für den Juli geplant. Sie mussten jedoch in den Juni vorverlegt werden, da infolge Sperrung des Eggfluhtunnels im Juli/August keine Baustellen an der Verkehrsachse in Grellingen zulässig sind. Bei den Forstarbeiten wird darauf geachtet, dass alle stabilen Bäume und vor allem die Höhlenbäume stehen gelassen werden.
Die aufwachsenden Jungbäume werden den Steinschlagschutz innerhalb weniger Jahre wieder vollständig übernehmen.
Die Arbeiten werden unter Aufsicht des Amts für Wald beider Basel und in Absprache mit dem Tiefbauamt durch unter der Federführung des Forstbetriebs Aesch ausgeführt.
Liestal, 30. Mai 2011 Amt für Wald beider Basel
Weitere Auskünfte
Christian Gilgen, Amt für Wald beider Basel, Telefon 061 552 56 58, E-Mail christian.gilgen@bl.ch